Das steckt hinter .swiss
Bereits seit 2013 koordiniert die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) die Vergabe der sogenannten neuen generischen Top-Level-Domains (gTLDs). Nach jahrelanger Vorbereitung und eingehender Prüfung wurden diese modernen Domain-Endungen schrittweise an zentrale Vergabestellen wie das BAKOM verteilt und freigegeben. Neben .swiss zählen zu den neuen gTLDs beispielsweise thematische Endungen wie .hotel oder .restaurant sowie andere geografische wie .berlin oder .amsterdam.
2015 schaltete die ICANN .swiss frei, was den Startschuss für die eingangs erwähnte Kampagne gab. Das Ergebnis der Einführungsphase waren 6.628 zugeteilte Domain-Namen, wobei es sich in erster Linie um AGs (58 %) und GmbHs (15 %) handelte. Seit dem offiziellen Start folgten über zehntausend weitere Anfragen und Registrierungen. Die Freigabe findet innerhalb von 20 Tagen statt, insofern es keine Konkurrenzgesuche oder sonstigen Einschränkungen zur gewünschten Internetadresse gibt.
Was die neue Schweizer Domain so besonders macht
Die länderspezifische Top-Level-Domain der Schweiz .ch wird durch die neue Endung keinesfalls ersetzt. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl zählt die standardmäßige Schweizer Domain-Endung mit rund zwei Millionen Registrierungen zu den meistgenutzten Länder-TLDs weltweit. Entsprechend ausgeschöpft sind die Optionen neuer, insbesondere kurzer .ch-Adressen. Mit .swiss eröffnen sich Organisationen und Unternehmen neue Möglichkeiten, die Webpräsenz mit einer Adresse zu verbinden, die sowohl die eigenen Merkmale hervorhebt als auch die Zugehörigkeit zur Schweiz ausdrückt. Das verspricht nicht nur eine Stärkung der Marke im eigenen Land, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus, wobei der weltweit gute Ruf der Schweiz eine entscheidende Rolle spielt.
Um die Qualität der neuen generischen Top-Level-Domain langfristig zu gewährleisten, stützt sich das BAKOM bei der Vergabe auf drei zentrale Säulen:
- Exklusivität: Wer eine .swiss-Adresse registrieren möchte, muss eine ausreichende Verbindung zur Schweiz nachweisen. Ohne Geschäftssitz oder physischen Verwaltungssitz in der Schweiz ist eine Registrierung nicht möglich. Unternehmen müssen im Handelsregister eingetragen sein (nicht zwingend für Stiftungen und Vereine). Natürliche Personen können keine Registrierungsgesuche einreichen.
- Priorisierung von öffentlich-rechtlichen Institutionen und Markeninhabern: Bereits in der Einführungsphase wurden öffentliche Einrichtungen und Besitzer von Namens- oder Markenrechten bei der Vergabe privilegiert behandelt. Das BAKOM bietet die Option, etwaige Ansprüche innerhalb der 20 Prüfungstage geltend zu machen.
- Sonderregelung für generische Namen: Generische Domain-Namen wie schokolade.swiss oder sport.swiss unterliegen einem besonderen Schutz. Sie können nur zum allgemeinen Nutzen verwendet werden und müssen die betroffene Personengruppe repräsentieren. Solche Adressen teilt das BAKOM mittels Mandat zu.
So registrieren Sie Ihre .swiss-Adresse
Wenn Sie mit Ihrem Verein oder Unternehmen die Bedingungen für die Vergabe einer .swiss-Domain erfüllen, können Sie sich Ihre eigene exklusive Adresse sichern. Als Registerbetreiber hat das BAKOM diverse Registrare zugelassen, bei denen Sie die neue generische Top-Level-Domain beantragen können. Der Preis ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und schwankt zwischen 110 und 190 Schweizer Franken im Jahr. Damit zählt .swiss zur teureren Sorte der neuen Domain-Endungen – ein Fakt, der zweifelsfrei mit ihrer Exklusivität und Qualität verknüpft ist.
Auf der offiziellen Homepage der .swiss-Domain finden Sie eine Übersicht über die akkreditierten Registrare und Wiederverkäufer. Beachten Sie, dass die Registrierung einer .swiss-Domain stets mit einer Prüfung Ihres Bezugs zur Schweiz verbunden ist. Bereiten Sie daher entsprechende Nachweise vor, um den Prozess zu beschleunigen.
.swiss oder .ch – welche Domain passt zu Ihnen?
Für die meisten Schweizer Unternehmen bleibt die .ch-Domain die erste Wahl: Sie ist etabliert, günstiger und bei der Zielgruppe sofort als Schweizer Adresse erkennbar. Eine .swiss-Domain kann jedoch als strategische Ergänzung sinnvoll sein, insbesondere wenn der gewünschte .ch-Name bereits vergeben ist oder Sie Ihre Marke zusätzlich absichern möchten.
Bei interwebio beraten wir Sie gerne bei der Wahl der richtigen Domain für Ihr Projekt und kümmern uns um die Registrierung sowie die technische Einbindung in Ihre neue Website. So stellen wir sicher, dass Ihre digitale Adresse nicht nur exklusiv klingt, sondern auch optimal zu Ihrer Gesamtstrategie passt.

